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Bodenrichtwert erklärt: Was er bedeutet und wie Sie ihn nutzen

  • Autorenbild: Christian Surmund
    Christian Surmund
  • 28. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Jan.

Der Bodenrichtwert ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Immobilienbewertung. Er dient als Grundlage für die Berechnung des Grundstückswerts und wird sowohl von Gutachtern als auch vom Finanzamt herangezogen. Doch was genau sagt der Bodenrichtwert aus und wo finden Sie ihn? In diesem Artikel erklären wir alles, was Sie wissen müssen.

1. Was ist der Bodenrichtwert?

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens innerhalb eines abgegrenzten Gebiets, der sogenannten Bodenrichtwertzone. Er wird in Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angegeben und von den lokalen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte mindestens alle zwei Jahre ermittelt.

Der Wert bezieht sich immer auf ein unbebautes, fiktives Mustergrundstück innerhalb der Zone. Individuelle Eigenschaften Ihres Grundstücks wie Größe, Schnitt oder Bebauung werden nicht berücksichtigt.

2. Wo finde ich den Bodenrichtwert?

Die Bodenrichtwerte sind öffentlich und für jedermann zugänglich. Sie können sie in der Regel kostenlos über die Online-Portale der Bundesländer einsehen:

In diesen Portalen können Sie durch eine Adresssuche die entsprechende Bodenrichtwertzone für Ihr Grundstück finden und den aktuellen Wert ablesen.

3. Wie wird der Bodenwert berechnet?

Der Bodenrichtwert allein ist noch nicht der Wert Ihres Grundstücks. Um den Bodenwert zu ermitteln, wird der Bodenrichtwert mit der Grundstücksfläche multipliziert:

Bodenwert = Bodenrichtwert (€/m²) x Grundstücksfläche (m²)

Beispiel:

Der Bodenrichtwert in Ihrer Zone beträgt 300 €/m² und Ihr Grundstück ist 500 m² groß. Der Bodenwert beträgt somit 150.000 € (300 €/m² x 500 m²).

4. Welche Faktoren beeinflussen den Bodenrichtwert?

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert. Der tatsächliche Wert Ihres Grundstücks kann davon abweichen. Ein Sachverständiger berücksichtigt bei der genauen Wertermittlung weitere Faktoren:

  • Mikrolage: Wie ist die direkte Umgebung? (Lärm, Aussicht, Nachbarschaft)

  • Schnitt und Form des Grundstücks: Ist das Grundstück gut bebaubar?

  • Erschließungsgrad: Sind Anschlüsse für Wasser, Strom und Kanalisation vorhanden?

  • Bebauungsart: Welche Art von Bebauung ist auf dem Grundstück zulässig? (z.B. Ein- oder Mehrfamilienhaus)

  • Rechte und Lasten: Gibt es eingetragene Wegerechte oder andere Belastungen im Grundbuch?

5. Wofür wird der Bodenrichtwert benötigt?

Der Bodenrichtwert ist eine entscheidende Größe in verschiedenen Bereichen:

  • Immobilienbewertung: Er ist die Basis für das Vergleichswert- und Sachwertverfahren.

  • Grundsteuer: Das Finanzamt nutzt den Bodenwert zur Berechnung der Grundsteuer.

  • Erbschafts- und Schenkungssteuer: Der Bodenwert fließt in die Ermittlung der Steuerlast ein.

  • Kauf- und Verkaufsentscheidungen: Er gibt eine erste Orientierung über das Preisniveau in einer bestimmten Lage.

Fazit: Eine wichtige Orientierungsgröße

Der Bodenrichtwert ist ein unverzichtbares Instrument zur ersten Einschätzung des Grundstückswertes. Für eine präzise und rechtssichere Bewertung, die auch die individuellen Eigenschaften Ihres Grundstücks berücksichtigt, ist jedoch die Analyse durch einen qualifizierten Sachverständigen unerlässlich.

Sie haben Fragen zum Bodenrichtwert oder benötigen eine genaue Wertermittlung für Ihr Grundstück?

Als DEKRA-zertifizierter Sachverständiger helfe ich Ihnen, den tatsächlichen Wert Ihrer Immobilie zu bestimmen. Kontaktieren Sie mich für eine unverbindliche Erstberatung. *Ich schaffe eine verlässliche Grundlage für Ihre finanziellen Entscheidungen.*

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