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Grundsteuer 2025: Was Eigentümer jetzt wissen müssen

  • Autorenbild: Christian Surmund
    Christian Surmund
  • 28. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Jan.

Grundsteuer 2025: Was Eigentümer jetzt wissen müssen

Die Grundsteuerreform in Deutschland ist in vollem Gange. Ab 2025 wird die Grundsteuer auf einer neuen Berechnungsgrundlage erhoben. Für Millionen von Immobilienbesitzern bedeutet dies Veränderungen. Wir erklären, was sich ändert, wie die neue Grundsteuer berechnet wird und welche Rolle der Bodenrichtwert dabei spielt.

1. Warum gibt es eine Grundsteuerreform?

Das Bundesverfassungsgericht erklärte die bisherige Berechnung der Grundsteuer im Jahr 2018 für verfassungswidrig. Der Grund: Die zugrunde liegenden Einheitswerte basierten auf veralteten Daten aus dem Jahr 1964 (West) bzw. 1935 (Ost) und spiegelten die tatsächlichen Wertentwicklungen von Immobilien nicht mehr wider. Dies führte zu einer ungleichen Besteuerung.

Die Reform soll nun für mehr Gerechtigkeit und eine faire Verteilung der Steuerlast sorgen.

2. Das neue Bundesmodell: So wird die Grundsteuer berechnet

Die meisten Bundesländer folgen dem neuen Bundesmodell. Die Berechnung der neuen Grundsteuer erfolgt in drei Schritten:

Schritt 1: Ermittlung des Grundsteuerwerts

Der neue Grundsteuerwert ersetzt den alten Einheitswert. Er wird auf Basis der von den Eigentümern eingereichten Grundsteuererklärung vom Finanzamt ermittelt. Die wichtigsten Faktoren sind:

  • Bodenrichtwert: Der Wert des Grundstücks.

  • Statistische Nettokaltmiete: Abhängig von der Art und dem Alter des Gebäudes.

  • Grundstücksfläche und Wohnfläche.

Schritt 2: Anwendung der Steuermesszahl

Der Grundsteuerwert wird mit einer gesetzlich festgelegten Steuermesszahl multipliziert. Diese wurde im Zuge der Reform deutlich gesenkt, um das Steueraufkommen insgesamt nicht zu erhöhen.

Grundsteuerwert x Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag

Schritt 3: Anwendung des Hebesatzes der Gemeinde

Der Grundsteuermessbetrag wird abschließend mit dem Hebesatz der jeweiligen Stadt oder Gemeinde multipliziert. Die Hebesätze werden von den Kommunen festgelegt und sind der entscheidende Faktor für die endgültige Höhe der Grundsteuer. Viele Gemeinden planen, ihre Hebesätze anzupassen, um die Auswirkungen der Reform auszugleichen.

Grundsteuermessbetrag x Hebesatz = Jährliche Grundsteuer

3. Die Rolle des Bodenrichtwerts

Der Bodenrichtwert ist eine der zentralen Säulen der neuen Berechnung. Er gibt den durchschnittlichen Lagewert von Grundstücken in einer bestimmten Zone an und wird von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt. Ein hoher Bodenrichtwert führt tendenziell zu einer höheren Grundsteuer.

4. Was bedeutet die Reform für Sie als Eigentümer?

Die Auswirkungen der Reform sind individuell sehr unterschiedlich:

  • In begehrten Lagen mit stark gestiegenen Bodenrichtwerten kann die Grundsteuer steigen.

  • In einfachen Lagen kann die Belastung sinken.

  • Für viele Eigentümer wird die Belastung in etwa gleich bleiben, da die Gemeinden ihre Hebesätze anpassen, um das Gesamtaufkommen stabil zu halten.

Klarheit über die endgültige Höhe der neuen Grundsteuer werden Eigentümer erst im Laufe des Jahres 2024 erhalten, wenn die neuen Grundsteuerwertbescheide und die angepassten Hebesätze vorliegen.

Fazit: Ein gerechteres System mit neuen Werten

Die Grundsteuerreform schafft ein transparenteres und gerechteres System. Die Neubewertung aller Grundstücke in Deutschland ist ein gewaltiger administrativer Akt, der für viele Eigentümer zu Veränderungen führen wird. Entscheidend für die zukünftige Belastung wird die Kombination aus dem neu ermittelten Grundsteuerwert und dem Hebesatz Ihrer Gemeinde sein.

Haben Sie Fragen zur Grundsteuer oder zum Wert Ihrer Immobilie?

Als DEKRA-zertifizierter Sachverständiger helfe ich Ihnen, den Wert Ihrer Immobilie im Kontext der neuen Grundsteuer zu verstehen und zu prüfen. Kontaktieren Sie mich für eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung.

Büro Köln: 0221 6696291

Büro Hünxe: 02858 4599191

 
 
 

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