Häufige Fehler bei der Immobilienbewertung vermeiden
- Christian Surmund

- 28. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Jan.
Häufige Fehler bei der Immobilienbewertung vermeiden
Eine realistische Immobilienbewertung ist die Grundlage für fast jede Entscheidung rund um das Thema Immobilien – sei es beim Kauf, Verkauf, bei einer Erbschaft oder Scheidung. Doch bei der Wertermittlung können zahlreiche Fehler passieren, die zu falschen Preisen und teuren Konsequenzen führen. Wir zeigen die häufigsten Fehler auf und erklären, wie Sie diese vermeiden können.
1. Falsche oder unvollständige Objektunterlagen
Eine solide Bewertung basiert auf Fakten. Fehlende oder veraltete Unterlagen wie Grundrisse, Wohnflächenberechnungen oder Energieausweise führen zwangsläufig zu Ungenauigkeiten. Oftmals stellt sich heraus, dass die tatsächliche Wohnfläche von der im Plan abweicht oder Anbauten nicht genehmigt wurden.
Tipp: Stellen Sie vor jeder Bewertung sicher, dass alle relevanten Unterlagen aktuell und vollständig sind. Ein Sachverständiger hilft Ihnen bei der Beschaffung und Prüfung der Dokumente.
2. Emotionale Bindung und subjektive Einschätzungen
Eigentümer neigen dazu, den Wert ihrer eigenen Immobilie zu überschätzen. Die emotionale Bindung und der persönliche Geschmack führen oft zu unrealistischen Preisvorstellungen. Individuelle Einbauten, wie eine teure Designerküche, haben für einen potenziellen Käufer oft nicht den gleichen Wert.
Tipp: Versuchen Sie, Ihre Immobilie mit den Augen eines neutralen Käufers zu sehen. Ein unabhängiger Sachverständiger liefert eine objektive Bewertung, die frei von Emotionen ist.
3. Falsche Anwendung der Bewertungsverfahren
Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) schreibt drei normierte Bewertungsverfahren vor: das Vergleichs-, Sach- und Ertragswertverfahren. Die falsche Wahl oder eine fehlerhafte Anwendung dieser komplexen Verfahren ist eine häufige Fehlerquelle. So ist beispielsweise das Ertragswertverfahren für ein selbstgenutztes Einfamilienhaus ungeeignet.
Tipp: Die korrekte Anwendung der Bewertungsverfahren erfordert viel Fachwissen und Erfahrung. Überlassen Sie dies einem qualifizierten Sachverständigen.
4. Unzureichende Berücksichtigung von Mängeln und Schäden
Ein feuchter Keller, ein veraltetes Dach oder eine ineffiziente Heizung – Bauschäden und ein Sanierungsstau können den Wert einer Immobilie erheblich mindern. Werden diese bei der Bewertung nicht oder nur unzureichend berücksichtigt, ist das Ergebnis verfälscht.
Tipp: Ein Sachverständiger erkennt bei einer Begehung vor Ort auch versteckte Mängel und beziffert die notwendigen Reparaturkosten, die vom Wert der Immobilie abgezogen werden müssen.
5. Fehlende Berücksichtigung von rechtlichen Gegebenheiten
Rechte und Lasten, die im Grundbuch eingetragen sind, haben einen erheblichen Einfluss auf den Wert. Ein Wegerecht für den Nachbarn, ein eingetragenes Wohnrecht oder die Belastung durch eine Hypothek müssen bei der Bewertung korrekt berücksichtigt werden.
Tipp: Ein Blick ins Grundbuch ist vor jeder Bewertung unerlässlich. Ein Sachverständiger weiß, wie diese Einträge zu interpretieren und zu bewerten sind.
Fazit: Auf Professionalität setzen
Die Immobilienbewertung ist ein komplexes Feld, in dem kleine Fehler große finanzielle Auswirkungen haben können. Die Beauftragung eines unabhängigen, qualifizierten Sachverständigen ist der sicherste Weg, um diese Fehler zu vermeiden. Er liefert Ihnen eine realistische, nachvollziehbare und rechtssichere Grundlage für Ihre Entscheidungen und schützt Sie vor teuren Fehleinschätzungen.
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