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Immobilie geerbt: Was Sie jetzt wissen müssen

  • Autorenbild: Christian Surmund
    Christian Surmund
  • 28. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Jan.

Der Erbfall einer Immobilie stellt die Erben oft vor große Herausforderungen. Neben der emotionalen Belastung müssen wichtige finanzielle und rechtliche Entscheidungen getroffen werden. In diesem Leitfaden erklären wir die ersten Schritte, die auf Sie zukommen, und wie ein Verkehrswertgutachten Ihnen dabei helfen kann, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

1. Die ersten Schritte nach dem Erbfall

  • Erbschein beantragen: Der Erbschein ist das offizielle Dokument, das Sie als rechtmäßigen Erben ausweist. Sie benötigen ihn, um das Grundbuch zu berichtigen und über die Immobilie verfügen zu können.

  • Grundbuch berichtigen: Lassen Sie sich als neuer Eigentümer im Grundbuch eintragen. Dies ist innerhalb von zwei Jahren nach dem Erbfall kostenlos.

  • Überblick verschaffen: Klären Sie, ob es weitere Miterben gibt (Erbengemeinschaft) und ob die Immobilie mit Schulden (z.B. Hypotheken) belastet ist.

2. Die drei Möglichkeiten für Erben

Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten, mit der geerbten Immobilie umzugehen:

  1. Selbstnutzung: Sie können die Immobilie selbst beziehen. Prüfen Sie, ob dies für Sie wirtschaftlich und praktisch sinnvoll ist.

  2. Verkauf: Der Verkauf der Immobilie ist oft die einfachste Lösung, um den Nachlass fair unter den Erben aufzuteilen.

  3. Vermietung: Die Vermietung sichert Ihnen langfristige Einnahmen, erfordert aber auch Verwaltungsaufwand.

3. Warum ein Verkehrswertgutachten im Erbfall entscheidend ist

Unabhängig davon, für welche Option Sie sich entscheiden, ist die Ermittlung des genauen Immobilienwertes unerlässlich:

  • Für das Finanzamt: Das Finanzamt verlangt eine Wertermittlung zur Berechnung der Erbschaftssteuer. Oft setzt das Finanzamt einen zu hohen Wert an. Mit einem unabhängigen Gutachten können Sie einen niedrigeren, realistischen Wert nachweisen und so erheblich Steuern sparen.

  • Für die Erbengemeinschaft: Ein neutrales Gutachten schafft eine faire Grundlage für die Aufteilung des Erbes. Es verhindert Streitigkeiten unter den Erben, wenn ein Erbe die anderen auszahlen möchte oder der Verkaufserlös aufgeteilt wird.

  • Für den Verkauf: Ein Gutachten hilft Ihnen, einen marktgerechten Verkaufspreis festzulegen und gibt potenziellen Käufern Sicherheit.

4. Die Erbschaftssteuer: Freibeträge und Steuersätze

Die Höhe der Erbschaftssteuer hängt vom Verwandtschaftsgrad und dem Wert der Immobilie ab. Es gelten folgende Freibeträge:

Verwandtschaftsgrad

Steuerklasse

Freibetrag

Ehegatten, Lebenspartner

I

500.000 €

Kinder, Stiefkinder

I

400.000 €

Enkelkinder

I

200.000 €

Eltern, Großeltern

II

20.000 €

Geschwister, Neffen/Nichten

II

20.000 €

Sonstige Erben

III

20.000 €

Nur der Wert, der über dem Freibetrag liegt, wird besteuert. Ein niedrig angesetzter Immobilienwert im Gutachten kann also dazu führen, dass Sie unter dem Freibetrag bleiben und gar keine Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Fazit: Handeln Sie informiert

Eine geerbte Immobilie ist eine große Verantwortung. Ein professionelles Verkehrswertgutachten ist der wichtigste Schritt, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, Streitigkeiten zu vermeiden und Ihre finanzielle Belastung zu minimieren.

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